Oeko

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Posted by admin | Posted in Uncategorized | Posted on 24-02-2010

Das ist ja ein netter Begriff, aber ich habe Zweifel, dasser so uebermaessig erkenntnisfoerdernd ist. Was machen Marocco und Mauretanien mit Terawatt elektrischer Energie? Davon abgesehen waere es natuerlich nur recht und billig, maroccanische Staedte wie Tanger und Caseblanca an das Stromnetz anzuschliessen und evtl. eine Trasse nach Rabat zu ziehen. Davon abgesehen bin ich jeder Imperialismusdefinition, die nicht offen bloedsinnig ist, gegenueber aufgeschlossen. Man kann es aber auch uebertreiben. Gewiss besteht bei Grossinvestitionen europaeischer Energiekonzerne in Nord und Nordwestafrika ein nicht geringes Risiko, dass diese Laender uebervorteilt werden und ueber berechtigte Interessen der Menschen und ihrer Kultur sowie des Umweltschutzes hinweggegangen wird. Das ist kein neues Problem mit diesem Grossprojekt. Die Frage ist, ob schiere Unterlassung eine Alternative und alles andere Imperialismus ist. Und nicht einmal das: auch der Umstand, dass die Investitionen der Industriestaaten in Entwicklungslaender relativ zu den Auslandsinvestitionen insgesamt zurueckgegangen sind, wurde schon als imperialistische Austrocknung der Investitionsmittel kritisiert. Sowas heisst guilty by definition. Man sollte also praezise bleiben: was genau ist imperialistisch, was hat auf jeden Fall zu unterbleiben, wie koennte und sollte vorgegangen werden? Wer kann welchen Einfluss ausueben, um welche wuenschenswerten Alternativen voranzutreiben. Ohne solche Praezision bleibt der “Oeko-Imperialismus”-Einwand leere moralisierende oder gar poebelnde Phrase, nicht besser als “maroccanischer Wind nur fuer maroccanischen Strom” oder kuerzer “Auslaender raus”.

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